| Abseilachter
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Ein Gerät
in Form einer 8. Dieser Achter wird zum Abseilen verwendet.
Häufig benutzen ihn Kletterer wegen der leichteren Handhabung
auch zum Sichern, was jedoch wegen der geringen Bremswirkung
sehr umstritten ist. |
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| Bandschlingen
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Bandschlingen sind Bänder, die zu einem Kreis vernäht
oder verknotet werden. Diese Schlingen können sehr flexibel
zur Absicherung von Klettertouren eingesetzt werden. |
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| Bouldern
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Unter
Bouldern versteht man Klettern auf Absprunghöhe. Das heißt,
die Touren sind Queergänge knapp über dem Boden oder
sie sind nur wenige Meter hoch. Häufig wird zum Dämpfen
der Stürze ein Crash Pad benutzt. Der Vorteil am
Bouldern liegt darin, dass schwerste Passagen sehr oft probiert
werden können und sich durch dieses intensive Training
schnell Leistungssteigerungen erzielen lassen. Häufig wird
diese Spielform des Kletterns aber auch belächelt, weil
erstens eine richtige Klettertour erst ab 10 Metern losgeht und
zweitens der psychische Faktor (Sturzangst) fehlt. |
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| Crash
Pad |
Ein Crash
Pad ist eine Schaumstoffmatte, die beim Bouldern Stürze
dämpft und so das Verletzungsrisiko mindert. Das Crash
Pad wird aber von faulen Kletterern auch zweckentfremdet, in dem
sie sich während der verlängerten Kletterpausen ein
ruhiges Plätzchen suchen und ......zzz |
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| Crux
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Die Crux,
auch Schlüsselstelle genannt, ist die schwerste Stelle
beim Durchstieg einer Klettertour. Dabei muss diese Stelle nicht
unbedingt die schwerste Einzelstelle sein - oft stellt auch
ein schwerer Zug am Ende einer Tour diese Crux dar, weil die
Kraftreserven aufgebraucht sind. |
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| Expressen
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Unter
Expressen (auch Runner oder Pärchen genannt)versteht man
zwei Karabiner, die mit einer vernähten Bandschlinge
verbunden sind. Sie werden hauptsächlich zum Einhängen
des Seils in eine Zwischensicherung verwendet. Durch
unterschiedliche Längen der Schlingen kann beispielsweise
das Einhängen vereinfacht oder der Seilverlauf verbessert
werden. |
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| Flash
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Ein Flash
ist eine im ersten Versuch gekletterte Tour, nachdem man einen
anderen Kletterer in der Tour gesehen oder von ihm Tips erhalten
hat. |
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| Friend
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Der Friend
ist ein Klemmapparat, der wie auch Klemmkeile zum Absichern
von Klettertouren dient. Er kann sowohl als Zwischensicherung
als auch zum Bau von Standplätzen eingesetzt werden. Die
Besonderheit der Friends und ähnlichen Klemmgeräten
besteht darin, dass sie für Risse, die auch nach außen
etwas breiter werden können, geeignet sind. |
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| GriGri
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Das GriGri ist ein sehr praktisches Sicherungsgerät das
bei falscher Anwendung aber auch gefährlich sein kann.
Deshalb muss die Handhabung vor der ersten Anwendung geübt
und das Sicherungsseil stets fest gehalten werden. |
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| HMS
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Halbmastwurf - ein Sicherungsknoten. Weil seine Bremswirkung
gegenüber dem Achter höher ist, sollte der HMS als
bevorzugtes Sicherungsmittel eingesetzt werden. |
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| Klemmkeil
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Klemmkeile sind Metallkeile, mit denen Klettertouren abgesichert
werden können. Ihr Einsatzbereich reicht von Rissen über
Löcher bis Sanduhren. |
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| Klettergarten
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Unter
einem Klettergarten versteht man ein Klettergebiet mit meist
niedrigen Felsen (10 - 50 Meter), in dem die Klettertouren gut
abgesichert sind. Deshalb können in einem Klettergarten
mit minimalem Risiko auch Stürze riskiert und somit Touren
an der persönlichen Leistungsgrenze geklettert werden.
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| Klettersteig
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Ein Klettersteig
ist eine Klettertour, die mit Stahlseilen und Leitern abgesichert
ist. Dabei wird dem Kletterer aber eine Sicherheit vorgegaukelt,
die nicht existiert. Ganz im Gegenteil - bei einem Sturz
lebt man in einem Klettersteig wesentlich gefährlicher,
als in einer normalen Klettertour. Ganz abgesehen vom Verletzungsrisiko
durch die Stahlseile und Leitern tritt für den Kletterer
auch ein wesentlich höherer Sturzfaktor auf. Deshalb
sollte man bei der Begehung eines Klettersteigs unbedingt auf
die entsprechnde Ausrüstung achten! |
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| Nachstieg
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Diese
Sicherungsmethode ist ähnlich dem Top Rope. Der
Nachsteigende klettert dem Vorsteiger hinterher und entfernt
dabei sämtliche Zwischensicherungen, damit sie für
die weiteren Seillängen wieder verfügbar sind.
Für die Sicherung bedeutet das, dass das Seil immer von
oben kommt und somit ein Sturz ausgeschlossen werden kann. |
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| Onsight
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Eine Tour
gilt als Onsight geklettert, wenn sie ohne Besichtigung im ersten
Versuch im Vorstieg durchstiegen wurde. |
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| Rotpunkt
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Als die
Sportkletterbewegung den Sprung über den Ozean geschafft
hat, begann Kurt Albert, einer der deutschen Sportkletterpioniere,
an frei durchstiegene Kletterrouten einen roten Punkt zu malen.
Dieser Rote Punkt wurde zum Symbol des Freikletterns. Heute
nennt man eine Tour rotpunkt geklettert, wenn sie ohne technische
Hilfsmittel und ohne im Seil zu hängen im Vorstieg durchstiegen
wurde. |
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| Sanduhren
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Sanduhren
sind durchgehende Löcher im Fels, bei denen der Anfang
und das Ende so nah zusammen liegen, dass man Schlingen und
Klemmkeile durchfädeln kann (meist 10-30 cm). Bei kompakten
Fels stellen bereits Sanduhren in Fingerdicke eine sehr zuverlässige
Sicherungsmöglichkeit dar. Man sollte eine Sanduhr vor
dem Fädeln auf alle Fälle auf Risse und Festigkeit
überprüfen. |
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| Standplatz
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Standplätze
werden bis auf Ausnahmen nur für längere Klettertouren
benötigt. Die meisten Kletterseile sind zwischen 60 m und
70 m lang. Um Routen mit mehreren hundert Metern klettern zu
können muss man die Tour in Etappen aufteilen, den sogenannten
Seillängen. Zur Praxis: Ein Kletterer steigt eine
Seillänge voraus und sichert sich auf dem Weg mit Zwischensicherungen.
Am Ende der Seillänge baut er dann einen durch mehrere
Sicherungen am Fels fixierten Standplatz auf. Dabei ist darauf
zu achten, dass der Standplatz nach allen Richtungen hält
und auch beim Versagen eines Sicherungspunktes (z.B. beim Ausbruch
einer Sanduhr) funktionstüchtig bleibt (Redundanz).
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| Sturz
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Der Sturz
ist die Konsequenz, wenn ein Kletterer eine Stelle klettern
möchte, die seine Fähigkeiten überschreitet.
Während beim alpinen Klettern der Sturz möglichst
vermieden wird, wird er beim Sportklettern als fester Bestandteil
mit einkalkuliert. In den meisten Situationen ist ein weiter
Sturz für den Kletterer angenehmer ist als ein kurzer,
weil dadurch mehr Seil ausgegeben und der Bremsweg länger
ist. Weil also für das Sportklettern der Sturz zum Alltag
gehört, sollte man ihn auch in sicherer Umgebung trainieren.
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| Sturzfaktor
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Unter
Sturzfaktor versteht man die Länge des Sturzes geteilt
durch die ausgegebene Seillänge. Da das Seil einen Großteil
der Energie eines Sturzes aufnimmt, kann man aus dem Sturzfaktor
auch auf die Härte des Sturzes auf den Kletterer schließen.
Dabei verhalten sich die einzelnen Faktoren zueinander nicht
linear sondern exponentiel. Jetzt noch was zum Nachdenken -
während beim Klettern ein maximaler Sturzfaktor von 2 erreicht
werden kann, können bei einem Klettersteig ohne
weiteres Faktoren um 6 auftreten!!! |
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| Top
Rope |
Unter
Top Rope versteht man eine Sicherungsmethode, bei der das Seil
durch eine Umlenkung am Oberen Ende einer Kletterroute läuft.
Der Sichernde steht am Wandfuß während der Kletternde
immer von oben gesichert wird. Richtig ausgeführt ist diese
Sicherungsmethode absolut sicher, weil der Kletternde nur ein
paar Zentimeter ins Seil rutschen kann. |
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| Vorstieg
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Es ist
das Ziel des Kletterers eine bestimmte Tour im Vorstieg zu durchsteigen.
Unter vorsteigen versteht man eine Route zu klettern und dabei
das Seil von unten hinter sich herzuziehen und alle paar Meter
in eine Zwischensicherung einzuhängen. Bei einem
Sturz fliegt der Kletterer die doppelte Höhe, die
er über der zuletzt eingehängten Zwischensicherung
steht. |
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| Wolfgang
Güllich |
Wolfgang
Güllich war der wohl beste Kletterer der damaligen Zeit
(er starb 1992 bei einem Autounfall). Mit Routen wie Wallstreet
und Action Direct schaffte er Meilensteine, die auch heute noch
die absolute Leistungsgrenze darstellen. Besonders erwähnenswert
ist seine sympatische Art, die leider viele der heutigen Spitzenkletterer
missen lassen. |
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| Zwischensicherung
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Eine Zwischensicherung
hat die Aufgabe, die Sturzhöhe des Kletterers zu reduzieren.
Dazu hängt der Kletterer alle paar Meter eine Expresse
(auch Pärchen oder Runner genannt) an einen Fixpunkt (z.B.
Haken oder Sanduhr) am Fels ein. In den zweiten
Karabiner der Expresse wird dann das Seil eingehängt. Es
ist nicht dringend notwendig, dass mittels Zwischensicherungen
die Sturzhöhe gering gehalten wird (häufig sind weitere
Stürze für den Kletter sogar angenehmer als Kürzere).
Aber es ist darauf zu achten, dass der Kletterer bei einem Sturz
ein möglichst geringes Verletzungsrisiko hat, also weder
auf den Boden oder auf einen Felsvorsprung aufprallen sollte
(letzteres hört sich logisch an, muss jedoch bei vielen
Klettersituationen - bsp. beim Einhängen des zweiten Hakens
- besonders beachtet werden). |